Allgemeine Bauanleitung für Ihr Blockhaus

Das Blockhaustagebuch - So entsteht Ihr Blockhaus

Profitieren Sie von unseren flexiblen Baulösungen beim Bau Ihres Blockbohlenhauses.

Lieber Bauherr

wir freuen uns, dass Sie Ihr Blockhaus in Eigenregie errichten wollen und sich für einen Blockhaus-Selbstbausatz unserer Firma entschieden haben. Bis Ihr Wohntraum Wirklichkeit wird, gilt es für Sie kräftig anzupacken. Unsere kompakte, leicht verständliche Aufbauanleitung soll Ihnen die Arbeit erleichtern. Damit geben wir Ihnen nicht nur einen Überblick über die auszuführenden Arbeitsschritte, sondern beantworten auch Fragen, die sich Ihnen als Selbstbauer stellen könnten. So werden Fehler beim Aufbau Ihres Blockbohlenhauses von vornherein weitestgehend ausgeschlossen. Unsere speziell für Ihr Bauvorhaben erstellte Aufbauanleitung erhalten Sie von uns rechtzeitig vor Auslieferungsbeginn, und zwar zusammen mit einer Übersicht aller zu liefernden und zu verbauenden Materialien.

Wichtig:

Beachten Sie bitte unbedingt die Reihenfolge dieser Aufbauanleitung, um ärgerliche Fehler zu vermeiden. Ersetzen Sie Hast durch Sorgfalt – umso größer wird das Erfolgserlebnis bei jedem Baufortschritt und die Freude an Ihrem fertigen  Blockbohlenhaus sein. Und nun an die Arbeit!

1 1. Werkzeuge

Sie benötigen für den Aufbau Ihres Schwesig-Blockhauses relativ wenig Werkzeug. Alle unten aufgelisteten Werkzeuge sollten jedoch mindestens vorhanden sein. Bitte vermeiden Sie falsche Sparsamkeit und kaufen oder leihen Sie ausschließlich Werkzeug von hoher Qualität  –  schlechtes Werkzeug führt fast immer zu schlechten Ergebnissen und birgt unter Umständen sogar Sicherheitsrisiken!

Werkzeugliste:
  • 1 Fäustel für jeden Helfer
  • ca. 20-30 Schraubzwingen (min. 40 cm Spannweite)
  • 1 kräftige Handkreissäge (min. 80 mm Schnitttiefe)
  • 1 kräftige elektrische Bohrmaschine Rechts-/Linkslauf mit Zubehör zum Schrauben
  • 1 oder 2 Akkuschrauber
  • 1 Fuchsschwanz, Kettensäge
  • 1 Vorschlaghammer ab 4 kg
  • 1 Zimmermannssäge
  • Stechbeitel, Zimmermannshämmer, Kneifzange, ect.
  • Zollstöcke, Bandmaß, Richtschnur, eventuell Schlafschnur
  • 2 Ausziehleitern 4,50 m
  • 2-3 Trittleitern
  • Dämmmesser
  • 1 verstellbarer Spannhaken
TIPP: Handelsübliche Zimmermannsgürtel mit Halter für Lattenhammer, Maßband sowie Taschen für Nägel und sonstiges Kleinmaterial erleichtern die Arbeit wesentlich.

2 Vorbereitung des Bauplatzes



Bitte sorgen Sie dafür, dass Ihr Grundstück für unsere LKW gut befahrbar ist. Die Anlieferung Ihres Bausatzes erfolgt mit einem Schwerlasttransporter, der voll beladen ca. 40 t wiegt. Deshalb sollte der Untergrund entsprechend vorbereitet sein.
Je dichter der LKW an Ihr Fundament heranfahren kann, desto einfacher und zügiger geht das Abladen vonstatten und aufwendige Umpackarbeiten per Hand entfallen. Sie können schneller mit dem Aufstellen der Außenwände beginnen.
Organisieren Sie Folien oder Planen zum Abdecken des Baumaterials, und denken Sie an einen trockenen Lagerplatz für die feuchteempfindlichen Materialien für den Innenausbau (Innentüren, Fensterbänke, etc.). Ein eventuell zu beheizender Unterstand für Sie und Ihre Helfer ist vor allem in der kälteren Jahreszeit kein unnötiger Luxus.


TIPP! Sprechen Sie uns an, wenn Sie keine Möglichkeiten haben, die oben angesprochenen Materialien auf den Grundstück oder separat und trocken zu lagern. Auf Wunsch können wir Ihnen auch alle Materialien just in time zuliefern.

Sie sind als Bauherr gesetzlich dazu verpflichtet, eine Bauherrenhaftpflichtversicherung und eine Rohbaufeuerversicherung abzuschließen. Viele Versicherungen bieten die Rohbaufeuerversicherung kostenlos an, wenn die Police nach der Bauzeit in eine Gebäudeversicherung übergeht.

Wenn Sie im Winterhalbjahr bauen sollten, sind 1-2 Halogenstrahler 500 Watt nahezu unverzichtbar, vor allem dann, wenn man am späten Nachmittag noch etwas fertigstellen möchte!

3 Aufstellen der Außenwände



Auf die Fundamentkante wird eine bis ca. 500 mm breite Sockelpappe so ausgerollt, dass sie bündig mit der Fundamentaußenkante abschließt. Jetzt werden die ersten Balken aufgelegt. An den Giebelseiten wird immer mit einem halben, an den Längsseiten immer mit einem vollen Balken begonnen.




Jede Bohle ist an der Innenseite mit Wandnummer und Nummer der Bohlenlage beschriftet, z.B. 2/3, heißt: es handelt sich hier um die dritte Bohle (von unten gezählt) in der Wand Nr. 2. Zu beachten ist, dass die Nummerierung der Bohlenlage an den Giebelseiten mit 1/2 beginnt. Bei Bohlenlagen, die aus mehreren aneinanderstoßenden Blockbohlen bestehen, sind diese mit einem weiteren Buchstaben gekennzeichnet (Wand 2, Reihe 3, Bohle a, b, c usw.)


An den Blockbohlenstößen sind Schlitze eingefräst,



in die von oben Sperrholzbrettchen eingeschlagen werden.



Bevor die Stöße auf der Innenseite mit den Nagelplatten und 40-er Kammnägeln vernagelt werden, ist dafür zu sorgen, dass die Bohlen wirklich stramm aneinanderstoßen. Um die Feder zu schützen, ist zum Eintreiben der Bohlen in die Knotensammlungen immer ein Schlagholz zwischen die einzutreibende Bohle und den Hammerkopf zu halten. Nie direkt auf die Feder schlagen!



In dieser Art werden die Blockbohlen umlaufend bis zur siebten bzw. achten (Giebelseite) Bohle aufgebaut, wobei immer darauf zu achten ist, dass die Bohlen stramm ineinander liegen.
Nach dem Auflegen der 4. (5.) Blockbohle wird das Haus auf dem Fundament ausgerichtet, so dass die Tropfnase der unteren Bohle überall frei liegt, ggf. muss das Haus mit ein paar kräftigen Hammerschlägen auf die Knotensammlung etwas "zurechtgerückt" werden. Nie direkt auf die Bohlen schlagen - Schlagholz zwischen Bohle und Hammerkopf halten!



Hinterher werden die ausgerichteten Blockbohlen nach den Anforderungen der Statik mit dem Fundament verbunden. Dies erfolgt in der Regel mit einem Winkelband, welches über mindestens 2 Blockbohlenschichten gespannt vernagelt und mit dem richtigen Betonanker im Fundament verankert wird.
Wenn das geschafft ist, kann die Arbeit mit den noch fehlenden Blockbohlenschichten fortgeführt werden.



Auf der 7. bzw. 8. (Giebelseite) Blockbohlenschicht werden nun die Positionen der Fensteröffnungen markiert und direkt rechts und links davon werden mittels Schraubzwingen provisorisch zwei Außenwandständer gesetzt (außen und innen, Ständer hochkant). An den Türöffnungen verfahren Sie genauso. Sehr lange Außenwände sollte man zusätzlich nach außen abstützen.

TIPP! Alle Maße der Fenster- und Türöffnungen sind exakt in den mitgelieferten Bausatz-Montageplänen für die Außenwandblockbohlen enthalten.



Die 17. Blockbohlenschicht (Sturzhöhe) ist wieder durchgehend. An der Giebelseite des Hauses stehen die 17., 18. und 19. Bohle der Längswände um 75/90cm über, dieser Überstand bildet später den Auflagepunkt der Flugbinder und den Dachüberstand.

An den Giebelseiten legt man auch die 20. Bohle auf, um bereits einen Anschlag für die Dachbinder zu erhalten, wenn diese später gerichtet werden.



TIPP! Die Passgenauigkeit und Maßhaltigkeit der zugeschnittenen Blockbohlen ist sehr hoch. Jedoch kann es beim Auflegen der oberen Balkenlage (17. Balken) aber vorkommen, dass eine Bohle vermeintlich nicht passt, d.h. Sie erhalten einen Spalt oder ein Übermaß von mehreren Zentimetern.

Dies ist kein Grund zur Panik! Kontrollieren Sie zunächst alle Balken auf die richtige Lage und einwandfreie Bausatz-Montage. Kontrollieren Sie daraufhin die Lotrechte aller Außenwände und versuchen Sie dann, die obere Balkenlage mittels des Spannhakens so auszurichten, dass das Fehlmaß verschwindet.
Der Griff zur Säge ist wirklich die allerletzte Möglichkeit, sofern etwas nicht passen sollte. Bohlen, die an einem Ende in der Knotensammlung sitzen, am anderen Ende aber nicht sauber in der Feder bleiben, lassen sich durch einen schräg am Stirnende eingeschlagenen 100-er Nagel (verzinkt) auf der Innenseite solange fixieren, bis die nächste Balkenlage aufgelegt ist.

4 Montieren des Außenwandtragrähms



Voraussetzung für das Aufstellen der Dachbinder ist das Erledigen folgender Arbeiten:
  • Tackern Sie die im Bausatz enthaltene Windpappe mit waagerechtem Verlauf der Bahnen und ca. 10 cm Überlappung von innen auf alle Außenwände. Hierbei ist ein Schlagtacker sehr hilfreich.
  • Sämtliche entstehenden Stöße/Überlappungen sollten danach sorgfältig mit dem speziellen, bereits im Bausatz enthaltenen Folienklebeband überklebt werden.
In allen Bereichen, in denen provisorische Ständer gesetzt wurden, verfahren Sie wie folgt:
  1. Ständer lösen
  2. Windpappe unterschieben
  3. Ständer wieder befestigen
TIPP: Zum Fundament sollte die Windpappe ca. 20 cm überlappen.

und des Außenständerwerkes



Anschließend werden die Außenwandtragrähme nach den Statikvorgaben im Traufbereich auf der Höhe der 20. Bohlenschicht (Oberkante Feder) befestigt.
Danach sollten die Oberkante des schon befestigten Außenwandrähms der Traufseiten auch über die Giebelseiten angenommen werden. Auch müssen nun die jeweils vorgegebenen Außenwandtragrähme (Statik – Lieferübersicht) an der Giebelseite befestigt werden.

TIPP! Es sollte sichergestellt werden, dass keine Stöße des Außenwandtragrähms über Fenster- oder Türöffnungen entstehen.

Anschließend wird die Grundschwelle der Außenwandständer direkt an die erste Bohlenschicht gedrückt und mit dem entsprechenden Betonanker mit dem Fundament verbunden. Die Grundschwelle wird an der gesamten Außenwand wie beschrieben angelegt und verarbeitet.

Jetzt beginnen Sie, die Außenwandständer an Fenstern und Türen zwischen der Grundschwelle und dem Außenwandtragrähm einzuspannen und wechselseitig mit den Außenbohlen zu vernageln. Im Anschluss daran beginnen Sie mit dem Setzen der übrigen Außenwandständer. Der Abstand zwischen den Ständern sollte 59 cm betragen, um später ein leichtes Einlegen der Dämmung (ggf. ohne Nachschneiden der einzelnen Dämmplatten) zu ermöglichen. An den Fenstern und Türen kommen nun waagerecht gesetzte Ständer (Fenstersturzbalken 4,5x18 cm) hinzu. Diese garantieren einen perfekten Fenstersitz.
Bevor Sie Ihre Fenstersturzbalken verarbeiten, müssen Sie an den Giebelseiten jeweils die untere und obere Außenbohle dem richtigen Fenstermaß anpassen und ggf. ausschneiden (Vergleichsmessung an den Hauslängsseiten durchführen, Höhenmaß = Fensterhöhe + Fenstersims).
Wenn alle Außenwandständer verarbeitet sind, kann das Richten der Dachbinder beginnen.

TIPP! Alle Maße der Fenster- und Türöffnungen sind genau in der mitgelieferten Grundrissplanung enthalten.

5 Montage des Dachstuhls



Es empfiehlt sich, gerade auch bei Winkelhäusern, für die Montage des Dachstuhls einen erfahrenen Zimmermann hinzuzuziehen (sprechen Sie uns gern an). Außerdem sollten mindestens vier Helfer zur Verfügung stehen.

Nun zur Montage:
Als erstes werden auf den zuvor beschriebenen Außenwandtragrähmen die Dachbinderbefestigungswinkel nach Herstellervorgaben im entsprechenden Abstand befestigt.
Hinterher beginnen Sie mit dem Aufstellen der Dachsparren (immer an einer Giebelseite, bei Winkelhäusern an der Giebelseite des Anbaus).

TIPP! Die Herstellervorgaben sind in der mitgelieferten Statik und Aufstellanleitung detailliert für das jeweilige Hausprojekt beschrieben.

Das Aufstellen der Dachbinder geht folgendermaßen vor sich:
Vor dem Aufstellen des ersten Dachbinders, sollten an den entsprechenden Giebelseiten, mithilfe eines zuvor georderten Kranes (ist der Aufstellung per Hand gerade bei doppelgeschossigen Häusern vorzuziehen), senkrechte Befestigungshölzer angebracht werden, um dem ersten Binder Halt zu geben. Nachdem dieser mittels eines Bohlenstückes und einer Schraubzwinge fixiert worden ist, können die weiteren Binder im errechneten und vorgegebenen Abstand montiert und fixiert werden.



Sehr wichtig dabei ist, dass ein Helfer auf den fluchtgerechten Sitz aller Binder an der Traufseite des Hauses achtet, dies reduziert Nacharbeiten auf ein Mindestmaß. Die Vernagelung an den Dachbinderbefestigungswinkeln muss fortlaufend geschehen. Nach dem Aufstellen des 3. bzw. 4. Binders sollten diese mittels Dachlatten entgegengesetzt diagonal verschwertet (ausgesteift) werden, um ein Kippen der Konstruktion bei Wind auszuschließen. Nach dem Stellen aller Dachbinder ist auf eine komplette wechselseitige Verschwertung bis zum Nageln des Windrispenbandes zu achten.

TIPP! Um einen fluchtgerechten Sitz der Dachbinder zu gewährleisten, können Sie eine Richtschnur über die entsprechende Wandseite spannen.


Wenn alle Dachbinder aufgerichtet und ausgerichtet sind, werden die Giebelseiten des Hauses montiert. Jede Blockbohle wird mit dem Giebelsparren vernagelt. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Stöße gut zusammenliegen. In den Firsten der Hauptgiebelseiten werden Pfetten so eingebaut, dass auch sie einen Überstand und damit Auflagepunkt für den Flugbinder bilden.

TIPP! Die Herstellervorgaben sind in der mitgelieferten Statik und Aufstellanleitung detailliert für das jeweilige Hausprojekt beschrieben. -> ist oben bereits gesagt worden (Punkt 5)


Das Einbringen der zuvor beschriebenen Pfetten unter den Firstpunkten gewährleistet einen Auflagepunkt und verhindert ein späteres Absacken des Flugbinders. Wenn alle Giebelbohlen aufgelegt worden sind, werden sie mit einer Kettensäge bündig zum Sparren abgesägt. Nun wird nach den Vorgaben der Statik das Windrispenband gespannt. Seien Sie dabei sehr vorsichtig, vor allem, wenn Sie mit einem Rispenbandspanner arbeiten. Die Giebelwände dürfen nicht aus dem Lot geraten! Der Dachstuhl ist jetzt fertig zum Ablatten.

TIPP! Besorgen Sie sich (vor allem bei Häusern mit steilerer Dachneigung) ein vernünftiges Baugerüst zum Aufsetzen der Giebelseiten. Obwohl es auch möglich ist, die gesamte Arbeit nur auf Leitern stehend durchzuführen, erleichtert ein Gerüst die Außenarbeiten und das Montieren der Dachrinnen sehr.

6 Unterspannbahn und Ablatten



Vor dem Ablatten wird die Unterspannbahn aufgetackert und mit Konterlatten gesichert. Weiter geht es mit dem Ablatten des Dachstuhls. Verwenden Sie zum Anreißen des Abstandsmaßes der Dachlatten eine Schlagschnur, diese erspart Ihnen das mühselige Anreißen jedes einzelnen Binders mit dem Zollstock und ist wesentlich genauer.

des Dachstuhls

Mittels dieser stramm gespannten Schlagschnur reißt man auf allen Binderenden an den Traufwänden einen einheitlichen Dachüberstand an und sägt, wenn erforderlich, die Binder entsprechend ab. Dies verhindert später einen ungleichmäßigen Verlauf der Stirnbretter. Nun nageln Sie die erste Dachlatte (Keilbohle) bündig am Binderende auf. dass die Dachlatte (Keilbohle) am Giebel gut einen Meter übersteht. Bei durchlaufenden Längen ist darauf zu achten, dass eventuelle Stöße immer versetzt auf einem Binder liegen und mit zwei Nägeln vernagelt werden, die Dachlatten sind dazu entsprechend abzusägen. Das Maß von Unterkante Dachlatte (Keilbohle) zu Oberkante Dachlatte beträgt bei den ersten beiden Latten 32 cm. Je nach verwendetem Rinneisen ist im ersten Lattenzwischenraum evtl. noch ein zusätzliches Schalbrett aufzunageln, um die Rinneisen vernünftig befestigen zu können. Bei Dachkehlen werden die Dachlatten entsprechend dem Winkel der Dachkehle abgesägt und mit den Stirnseiten der Kehlbretter vernagelt. Wenn alles abgelattet ist, werden noch die Dachüberstandsparren (Flugbinder) in einem Abstand von 75/90 cm von der Hauswand auf die Überstände des 19. Bohle (Pfette) gesetzt und im selben Abstand mit den überstehenden Dachlatten und der Pfette im First vernagelt. Anschließend werden die Dachlatten bündig zu den Flugbindern abgesägt und die übriggebliebenen Bohlen auf dem 19. Balken zwischen den Bindern eingepasst, dies gibt noch einmal zusätzlichen Halt. Der Dachstuhl ist jetzt fertig zum Eindecken.

Beispielrechnung für eine Einlattung:
Verbleibende Binderlänge 6,76 m – 0,04 m (Firstspitze) = 6,72 m : 0,32 m = 21 Lattengänge. Natürlich sind auch ungerade Maße möglich.

7 Stirnbretter und Dacheindeckung



Jetzt werden die Stirnbretter allseitig montiert und es kann mit der Dacheindeckung begonnen werden.
Mit dem Eindecken wird von rechts nach links begonnen. Jetzt beginnen Sie, die Ortgangsteine zu setzen und verschrauben diese. Am einfachsten ist es, Sie legen unten und oben eine Reihe Dachsteine aus. Nehmen Sie jetzt eine Schnur und befestigen Sie diese an der oberen und unteren Dachsteinreihe. Decken Sie nun das Dach von unten nach oben ein. Es empfiehlt sich, in einem Gang immer 3 Dachsteine nebeneinander zu legen, so halten Sie am besten die Richtung. Jede zweite Pfanne wird im Versatz geklammert.



Setzen der Firststeine:
Zuerst wird die Firstlatte montiert. Achten Sie dabei auf die entsprechende Höhe, damit die Firstpfanne nachher einwandfrei sitzt. Auf die Firstlatte wird der Rollfirst getackert. Nun setzen Sie die Firststeine und verschrauben diese.





8 Fenster und Türen



Die Fenster und Türen werden in die vorgesehenen Öffnungen eingepasst und verkeilt. Zuvor werden die mitgelieferten Hessenkrallen in entsprechender Anzahl an den Fenster- bzw. Türrahmenaußenseiten mit Hilfe von 4 cm Schrauben fixiert. Diese werden dann nach Überprüfen des Sitzes der Fenster- bzw. Türenrahmen an den Außenwandständern oder Blockbohlen festgeschraubt. Die Zwischenräume zwischen Fensteröffnung und Fensterrahmen werden mit Montageschaum (ggf. 3D - Dichtband) vorsichtig ausgeschäumt. Probieren Sie dies im Zweifelsfall lieber an einem Muster aus, der Montageschaum erweitert sein Volumen um ein Vielfaches, d.h. bei falscher Anwendung ist er in der Lage, enorme Druckkräfte zu entwickeln und kann ein Fenster beschädigen. Der Schaum wird nur zum Abdichten benötigt, gehalten werden die Fenster und Türrahmen durch ihre Verschraubung mit den Hessenkrallen.



Wenn der Schaum ausgehärtet ist, werden die außen und innen überstehenden Schaumreste entfernt, und der Spalt zwischen Fensterrahmen und Blockbohle mit dem im Bausatz enthalten Folienklebeband schlagregendicht verklebt. Danach kann die Verkleidung zwischen Fensterrahmen und Blockbohle mit den dafür vorgesehenen Abdeckleisten verkleidet werden.

TIPP! Die Abdeckleisten sollten, wie auch die Blockbohlenfassade, vorher mit dem entsprechenden Farbschutz versehen werden.

9 Beginn der Arbeiten zum Innenausbau



Als erstes werden jetzt die bereits aufgestellten Außenwandständer mit der entsprechenden Dämmwolle ausgefacht.

TIPP! Denken Sie daran, die Dämmung nicht zu stark zu pressen, schneiden Sie in diesem Fall lieber die jeweilige Dämmplatte nach. Je mehr die Dämmplatte gepresst ist, desto weniger isoliert sie. 



Befestigen Sie anschließend die im Bausatz enthaltenen OSB-Platten (670x2005 o. glw.) flächenbündig und umlaufend mit Schrauben auf den Außenwandständern. Danach muss eine Abdichtung (Folienstreifen ca. 50 cm) vom Fensterrahmen über die Fensterlaibung auf die OSB–Platte geführt und wiederum mit dem entsprechenden Folienklebeband abgedichtet werden.



Nach der Verarbeitung der OSB–Platten erfolgt die Abdichtung zwischen den OSB–Platten und der Fundamentplatte.
Diese Abdichtung erfolgt mit einem Folienstreifen von ca. 50 cm Breite und wird am unteren Ende der OSB–Platten und mittels Folienklebeband befestigt und danach mit einer dauerelastischen Klebmasse mit der Fundamentplatte verbunden.



Nun wird vom Erdgeschoss aus (bei eingeschossiger Bauweise) an den Deckenbalken der Dachbinder eine Folie (Dampfbremse) angebracht. Diese Folie kann leicht mit einem Schlagtacker befestigt werden. Gleichzeitig sollten Sie darauf  achten, dass die angebrachte Folie bei zum Teil entstehenden Überlappungen (min. 10 cm) wiederum mit dem entsprechenden Folienklebenband abgedichtet wird.
Gleichzeitig sollte darauf geachtet werden, dass die Folienbahnen (Dampfbremse) so angelegt werden, dass eine Überlappung (min. 10 cm) auch auf der Außenwand (OSB-Platte) gewährleistet ist.
Diese wird dann mit einem entsprechenden Folienklebeband abgedichtet.


Auf der Folie wird anschließend die Deckenschalung angebracht. Dabei ist es wichtig, das Maß der gelieferten und im Bausatz enthaltenen Gipskartonplatten zu beachten (Maße 1250x2600 mm / 1250x2000 mm).
Der Abstand zwischen den Schalbretten lässt sich leicht ermitteln und liegt um die 40 cm.

TIPP! Das ermittelte Maß kann mithilfe einer Schlagschnur ganz leicht an die Decke gekennzeichnet werden und erleichtert die Arbeit ungemein.


Jetzt kann der Aufbau der Innenwände erfolgen.
Mit den im Bausatz enthaltenen Kanthölzern 4x10 cm werden die Innenwände angelegt (Fuß- und Kopfschwelle / Rähmholz ggf. nach Vorgaben der Statik verarbeiten). Aus den Kanthölzern 6x10 cm (ggf. nach Statikvorgaben – tragende Wand bei Häusern mit Dachausbau) werden nun die Innenwände im Abstand von 62,5 cm senkrecht aufgestellt (Gipskartonmaß beachten!).

TIPP! Alle Maße der anzulegenden Innenwände sind genau in der mitgelieferten Grundrissplanung enthalten.



Als Nächstes sollte dann mit der Montage der Installationsebene (Latte 6x4 cm) begonnen werden.
Diese wird umlaufend waagerecht an der Innenseite der Außenfassade (OSB–Platte - Außenwandständer) angebracht.
Dabei ist darauf zu achten, dass sieben Latten auf einer Wandhöhe verarbeitet werden. (z.B. 3 Latten unter dem Fenster, 2 neben dem Fenster, zwei über dem Fenster)

TIPP! Die erste Latte sollte ca. 2 cm oberhalb des Fundaments gesetzt werden, damit diese Latte nach Fertigstellung der Fußbodenarbeiten zur Befestigung einer ggf. zu verarbeitenden Sockelleiste dienen kann. Denken Sie beim Anbringen dieser Latten an später anzubringende schwere Gegenstände (Küchenhängeschränke, Bücherborde etc.).

Wenn dann alle Innenwände und die Installationsebene im Erdgeschoss nach den Grundrissplänen und den Statikvorgaben errichtet sind, kann mit der Installation der verschiedenen Ausbaugewerke begonnen werden. (Elektroinstallation, Heizung und Sanitär)

TIPP! Schon während der ersten Arbeiten am Innenausbau ist es ratsam, an die späteren Installationen zu denken. Es ist später nur schwer möglich, Außenleuchten, Klingelknöpfe etc. nachträglich zu montieren. Deshalb lieber ein Kabel mehr als eines zu wenig vorsehen! Die Installationsarbeiten sollten fließend in den Aufbauzeitplan eingreifen. Gute Koordination macht sich durch erheblichen Zeitgewinn bemerkbar, da einige Gewerke voneinander abhängig sind. Dies gilt besonders für durch Fremdfirmen auszuführende Arbeiten, denken Sie rechtzeitig an die entsprechenden Auftragsvergaben.
Nach Abschluss der Vorinstallation (Elektroinstallation, Heizung und Sanitär) werden die Innenwände nun mit den dafür vorgesehen OSB–Platten einseitig belegt. Diese geben dem Haus eine weitere Statikaussteifung.
Danach sollten die dafür vorgesehen Gipskartonplatten verarbeitet werden, sodass die gesamten Innenwände jetzt geschlossen und alle benötigten Installationen in der Wand vorhanden sind.

TIPP! Dadurch, dass die Gipskartonplatten ein Übermaß von 260 cm in der Höhe haben, ist eine leichte Montage gewährleistet und erspart viel Zeit und Arbeit beim Spachteln der Wandflächen, um diese für die Malerarbeiten vorzubereiten.



Anschließend wird die Installationsebene mit bis zu 6 cm Dämmung ausgedämmt. Auf die Latten der Installationsebene werden später die Gipskartonplatten geschraubt. 

Jetzt wird noch die Bodenluke in ihre richtige Deckenpostion eingebaut, um für die nun folgenden Isolationsarbeiten der Decke einen Aufgang zum Dachboden zu haben. Der Deckenbereich wird mit der dafür vorgesehenen Dämmung komplett isoliert. Wenn Sie im Winterhalbjahr bauen, werden Sie jetzt merken, dass Sie in Ihrem Haus nun schon mit sehr wenig Heizenergie eine vernünftige Arbeitstemperatur erreichen können!
Danach können auch an der Decke sämtliche Gipskartonplatten angebracht werden.

TIPP! Diese sind leicht mit Hilfe eines Akkuschraubers und einem BIT-Aufsatz mit Versenkhilfe zu montieren.


10 Häuser mit ausgebautem Dachboden



Bei Häusern mit ausgebautem Dachboden sollten als erstes alle Folien und abzudichtenden Anschlüsse verlängert und der Fußboden (OSB–Platten) aufgelegt und verschraubt werden. Danach erfolgt der Ausbau des Dachgeschosses wie zuvor beschrieben unter Arbeiten Innenausbau Punkte 1–10



In den Bädern werden die grünen, gegen Feuchtigkeit geschützten Gipskartonplatten verwendet!



11 Innenausbau



Nun können auch die Fensterbretter eingepasst werden.



Nachdem der Fußboden fertiggestellt ist,



werden die Innentüren eingearbeitet. Dazu werden diese mit Zwingen in entsprechender Position fixiert und dann mit Montageschaum ausgeschäumt. Nach der erforderlichen Aushärtezeit sind sie dann funktionsfähig. In der folgenden Aufstellung finden Sie die Türöffnungsmaße:

Tür                      Zargenmaß                 Lochmaß

75-er                   198 x 76                      201 x 79
90-er                   198 x 86,5                   201 x 89        (alle Angaben in mm)



Nachdem Sie die letzte Tür verarbeitet haben, ist für Sie die reine Bausatzmontage beendet. Sie haben nun durch den Selbstaufbau Ihres Blockhauses  nicht nur eine Menge über den Holzbau gelernt, sondern durch Ihre Eigenleistung auch einen großen Eigenkapitalanteil in Ihre Finanzierung eingebracht. Das Haus ist nach Abschluss der jetzt folgenden Ausbaugewerke einzugsbereit und Sie müssen dann nur noch die Außenanlagen herstellen.

Wir hoffen, dass Sie beim Bau Ihres Hauses trotz der vielen Arbeit Freude haben werden und würden uns wirklich freuen, wenn Sie uns Ihren Freunden und Bekannten weiterempfehlen! Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch während unserer Abwesenheit gern per Telefon mit Rat und Tat zur Seite.
TIPP! Sprechen Sie uns einfach an, wenn Sie Bedenken haben, den Blockhausbausatz wie beschrieben in Eigenleistung aufzubauen. Wir bieten Ihnen auch gerne nach Absprachen und Ihren Möglichkeiten einzelne Richtmeistertage an, an denen Sie und Ihre Helfer mit dem Richtmeister zusammen einzelne Montagestufen Ihres Blockhausbausatzes erstellen können, sowie in die nächsten folgenden Arbeiten eingewiesen werden.



Bei Ihrem Bauvorhaben wünschen wir Ihnen viel Glück und Kraft, damit Sie Ihren Wohntraum realisieren können.

Ihr Schwesig-Blockhausteam

Sie möchten Ihren Traum vom eigenen Blockhaus verwirklichen? Wir beraten Sie gern!